Bücher voller Lügen

14 06 2010

Da geht er hin, einer von Gottes eigenen Prototypen, ein aufgemotzter Mutant von der Sorte, die nie zur Massenproduktion in Betracht gezogen wurde. Zu spleenig zum leben und zu selten zum sterben, der Volksmund nennt sie Propheten und Apostel. Doch eben diese waren schon immer sehr bekannt dafür das sie unangenehme Wahrheiten und Wahrlich unbequeme Wege vorschlugen. Doch bevor Menschen unangenehme Wahrheiten Glauben, Glauben sie lieber alles ihnen mögliche nur nicht die Wahrheit. Deswegen ist es den meisten auch nicht gelungen den Weg zu finden oder gar die Wahrheit zu Leben. Dennoch stänkerten sie ständig über ihr eigenes Leben bis zum Tod, ohne je gelebt zu haben.
Nunja es begab sich also an der Zeit, wo ein ebensolcher Prototyp einer Seele, zu einem aufgemotzten Menschen mutierte. Nach neun Monaten reife in einem heiligem Eichenfass , mancheiner nennt es auch Gebärmutter, sah er also das Licht der Welt. Leider Gottes war dies eine Zeit wo er sein volles Potential ausschließlich auf die Beantwortung von 3 Fragen verwendete und zwar:
Was ist das?
Wie funktioniert das?
Wie bewege ich das?
Die Antworten waren zunächst so trivial wie, Luft, es funktioniert und Atmen….
25 Jahre lang stellte er sich immer weiter, die selben Fragen, mit der Konsequenz das er unter dem Wust von Antworten das Licht nicht mehr sah, und auch nicht unter welchen Antworten er es verklüngelt hatte. Fast alle Menschen waren da deutlich schneller weil sie so klug waren einfach die Antworten anderer Menschen zu lernen, was zunächst das Suchen und später dann auch das Fragen überflüssig macht. Vorallem brauchte man diese Antworten im gegensatz zu den selbstgefunden nicht infrage stellen, es gibt ja reichlich Menschen die ebendiese bestätigen konnten.
Böse Zungen behaupteten deswegen das er nichts gelernt hätte, andere wiederum sagten ihm das er ohne ein paar Papierzettel niemals die von allen so begehrten Papierscheine bekommen würde, aber auch diese Frage musste er selbstverständlich selber klären bevor SEINE Antwort Feststand. Aber malen konnte er eh nicht gut also war es auch überflüssig diese Scheine zu Sammeln. Doch durch ständiges Wiederholen anderer ging das Vertrauen auf seine Antworten fast so schnell dahin, wie das zweifelhafte Vertrauener der restlichen Menschheit auf ihre Antworten durch wiederholung wächst aber dennoch eine Lüge bleibt.Die wenigen Papierscheine dir er gelegentlich in den Händen hielt, verschwanden in einem ähnlich schnellem Tempo wie sein selbstvertrauen nur das es deutlich weniger waren. Er tauschte diese gegen Kupfer und ein wenig Trost oder Spaß ein.
Es gab für ihn einfach ein paar kleine, und dennoch für die meisten Menschen nebensächliche Fragen die er unbedingt zweifelsfrei, sprich unwiederlegbar klären musste, bei ihm hats halt 26 Jahre gedauert andere klären sie garnicht, andere Lesen Bücher voller Lügen, wiederum andere schreiben Diese. Jedenfalls aufgrund dieser Bücher voller Lügen, die sie Lesen und unter tosenden Applaus vorlesen, kommen nur sehr , wenige auf die Antworten und dann glaubt ihnen wegen der ganzen Lügen ja doch keiner die Wahrheit!


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