Ist die Beweisführung und deren Nachweis bei Thesen in wissenschaftlichen Publikationen besser nachvollziehbar und das Einbringen von öffentlich einsehbaren Gegenbeweisen leichter als bei der Wikipedia. Welches Medium bietet mehr Sicherheit in der Beweisführung ?
Argumente:
Die Tatsache, dass bei Wikipedia fehlende Nachweise an Ort und Stelle eingefordert werden können. Und dies sichtbar für alle Leser ist.
Dass Wikipedia der Kontrolle der gesamten Öffentlichkeit und Wissenschaft ohne Zeitverzögerung, wie beim Gang in die Bibliothek, oder finanziellen Aufwand unterliegt. Kurzum, es ist mehr Menschen einfacher zugänglich.
Die Tatsache, dass bei einer nicht 100% korrekten Beweisführung bei dem Artikel oder der Quelle eine offene Diskussion stattfindet, die direkt mit dem vermeindlichen Fehler verknüpft ist.
Es ist offensichtlich, dass dies alles Vorteile sind, die ein gedrucktes Buch oder eine nicht regelmäßig vom Autor geprüfte Publikation im Internet nicht bieten kann. An dieser Stelle muss sich darauf verlassen werden, dass der Autor auf alle Kritiken eingeht und sein Werk regelmäßig überarbeitet. Diskussionen finden zwischen 2 bis wenigen statt und müssen extra veröffentlicht werden, anstatt dass das System dies an Ort und Stelle ermöglicht.
Hat die Anonymität der Autoren tatsächlich etwas mit der Beweisführung zu tun, wenn diese streng wissenschaftlich gehalten ist? Ist eine Habilitation ein Nachweis über vorhandenes Fachwissen? Und lässt es den Umkehrschluss zu, dass bei fehlendem akademischen Titel Wissen fehlt? Ich bin der Meinung, dass eine nachvollziehbare Beweisführung unabhängig vom Urheber ist, und dass die Anonymität keinen direkten Einfluss auf den Wahrheitsgehalt hat.
Ihr wisst ja, zu welchem Ergebniss die Wissenschaft gekommen ist. Ich frage mich, ob das nicht mehr mit alten Versionen der Wikipedia zu tun hat. Und der Behauptung, jeder könne einfach schreiben, was er wolle… Das Gegenteil ist der Fall; alles was jemand schreibt wird kontrolliert und von Wissenschaft und Öffentlichkeit einer Plausibilitätsprüfung unterzogen. Wikipedia setzt vom System her schon ein weitesgehend wissenschaftliches Vorgehen vorraus, dies kann niemals von einem weißen Blatt Papier geleistet werden.
Um endlich mal mein Recht in Anspruch zu nehmen und unsachlich zu werden :)
Ich kann sehr wohl nachvollziehen, dass es Professoren der alten Schule schwer fällt, das System Wikipedia nachzuvollziehen. Es ist ja allgemein bekannt, dass sich ältere Menschen mit den neuen Medien schwer tun. Ausserdem scheinen viele der Meinung zu sein, das zeitraubende Fleißarbeiten wie der Gang in die Bibliothek und das Nachschlagen im Index, das Herausschreiben von etlichen Metadaten des Buches eine wissenschaftliche Tugend sei.
Ich persönlich bin der Meinung, dass die geistigen Kapazitäten eines jeden Menschen zu schade sind, um sich um Probleme zu kümmern die schneller, zeitsparender und in der Regel zuverlässiger von einer Maschine gelöst werden können. Dieser Fleiß und die Zeitersparnis kann doch viel besser in die Forschung, die wohl kaum durch eine Maschine abgelöst werden kann, investiert werden.